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FAQ - Häufige Fragen mit Antworten

Hilft eine Behandlung mit Akupunktur, um sich dauerhaft das Rauchen abzugewöhnen?
Ich habe schon alles Mögliche versucht, um mir das Rauchen abzugewöhnen, habe es aber nie länger als 2-3 Tage geschafft, nicht zu rauchen. Was kann ich tun, um endlich von den Zigaretten loszukommen?
Wenn ich Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi verwende, schaffe ich es dann, von den Zigaretten loszukommen?
Ich habe etwas von einem neuen Medikament gehört, das einem dabei helfen soll, mit dem Rauchen aufzuhören. Es heißt Zyban. Können Sie mir dazu etwas sagen?
Welche Erfahrungen gibt es denn mit Hypnose als Möglichkeit mit dem Rauchen aufzuhören? Ist das auch effektiv?
Was kann ich tun, um Entzugserscheinungen zu vermeiden, wenn ich aufhöre zu rauchen?
Man hört ja immer wieder, dass es zu erheblichen Gewichtszunahmen kommt, wenn jemand das Rauchen aufhört. Woran liegt das und gibt es Möglichkeiten wie man das verhindern kann?

 

Hilft eine Behandlung mit Akupunktur, um sich dauerhaft das Rauchen abzugewöhnen?

Die derzeit gültigen Leitlinien machen die Aussage, dass Akupunktur alleine für eine dauerhafte Rauchfreiheit in der Regel nicht ausreichend ist. Eine Behandlung mit Akupunktur kann allerdings als begleitende Maßnahme neben einer professionellen Beratung oder Gruppentherapie hilfreich sein, z.B. wenn Sie einer Entzugssymptomatik nach dem Rauchstopp vorbeugen möchten. Dieses geht vor allem, wenn Sie bereits gute Erfahrungen mit Akupunktur gemacht haben und Vertrauen in diese Behandlungsmethode haben. Der Erfolg der Akupunktur bezieht sich häufig nur auf die Zeit unmittelbar nach der Behandlung. Daher sollten Sie sich beraten lassen, um zu erfahren, wie Sie es schaffen können, dauerfrei rauchfrei zu werden.
Im übrigen ist die Akupunkturausbildung in Deutschland leider nicht allgemeingültig geregelt und daher von sehr unterschiedlicher Qualität. Wir beraten Sie gerne, wo Sie professionell durchgeführte Akupunktur erhalten.

Ich habe schon alles Mögliche versucht, um mir das Rauchen abzugewöhnen, habe es aber nie länger als 2-3 Tage geschafft, nicht zu rauchen. Was kann ich tun, um endlich von den Zigaretten loszukommen?

Als erstes möchten wir Ihnen dazu gratulieren, dass Sie nicht nur den festen Willen haben, mit dem Rauchen aufzuhören, sondern dies trotz Misserfolgen nicht aufgegeben haben! Viele Raucher versuchen immer wieder spontan, d.h. ohne professionelle Hilfe, aufzuhören; eine ausreichende Vorbereitung findet nicht statt. Beim Rauchen ist es aber wie bei vielen anderen Gewohnheiten bzw. Abhängigkeiten auch: es gelingt umso eher sie für immer abzulegen, je besser ein Rauchstopp geplant wurde.
Wie Ihre individuelle Vorbereitung auf den Rauchstopp aussehen kann, besprechen wir gerne telefonisch mit Ihnen.

Wenn ich Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi verwende, schaffe ich es dann, von den Zigaretten loszukommen?

Wir hören häufig von Rauchern, dass sie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummis oder andere sogenannte Nikotinersatzpräparate zwar bereits verwendet haben, dass diese Ihnen aber überhaupt nicht geholfen haben. Hier stellt sich die Frage, welche Wirkung von diesen Präparaten erwartet wurde. Die Einnahme von Nikotinersatzpräparaten bewirkt nicht, dass Sie keine Lust mehr haben zu rauchen und quasi gar nicht mehr an das Rauchen denken. Sie werden eingesetzt, um Entzugser-scheinungen zu lindern oder zu beheben. Beim Rauchstopp können Entzugserscheinungen auftreten, da der Körper vom Nikotin, das in der Zigarette enthalten ist, abhängig ist und dieses nun plötzlich fehlt. Nicht alle Raucher sind aber in gleichem Maße nikotinabhängig. Der Grad der Abhängigkeit kann mit Hilfe eines Fragebogens ermittelt werden. Je höher der Grad der Nikotinabhängigkeit bei einem Raucher ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass er an Entzugserscheinungen leiden wird. Umso sinnvoller ist daher eine Unterstützung durch Nikotinersatzpräparate oder das Medikament Zyban® gerade in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp. Insbesondere auch deshalb, weil Sie in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp aufgefordert sind, an Ihren Gewohnheiten "zu arbeiten" und alternative Verhaltensweisen zum Rauchen zu finden. Wer sich durch medikamentöse Unterstützung Erleichterung hinsichtlich körperlicher Entzugserscheinungen verschafft, der hat den Kopf frei für die notwendigen Veränderungen im Verhalten. In diesem Sinne kann eine medikamentöse Unterstützung auf Ihrem Weg in ein rauchfreies Leben durchaus hilfreich sein. Sie ist aber immer als Ergänzung zu Ihrer Auseinandersetzung mit Ihrem Rauchverhalten zu verstehen und nimmt es Ihnen nicht ab, ihre Eigenmotivation sich aktiv um Alternativen für die Situationen zu bemühen, in denen Sie bisher geraucht haben.

Ich habe etwas von einem neuen Medikament gehört, das einem dabei helfen soll, mit dem Rauchen aufzuhören. Es heißt Zyban. Können Sie mir dazu etwas sagen?

Das Medikament Zyban® SR (="sustained release", zu deutsch Retardtablette, d.h. der Wirkstoff wird verzögert abgegeben) ist seit Juli 2000 auf dem deutschen Arzneimittelmarkt erhältlich. Es ist in Deutschland als rezeptpflichtiges Präparat zur Tabakentwöhnung zugelassen.
Die Wirkung von Zyban® wird mit einem Anstieg sogenannter Botenstoffe im Gehirn erklärt (Dopamin und Noradrenalin). Beim Rauchstopp kommt es unter anderem aufgrund des Nikotinentzugs zu einem plötzlichen Abfall dieser Botenstoffe und damit zu möglichen Entzugserscheinungen wie erhöhte Reizbarkeit, Konzentrations-schwierigkeiten, Verdauungsstörungen, Schlafstörungen, depressive Verstimmungen oder gesteigerter Appetit. Zyban®, das seit mehr als 10 Jahren in den USA als Antidepressivum und seit 1997 dort als erstes nicht-nikotinhaltiges Medikament mit der Indikation Tabakentwöhnung zugelassen ist, kann die oben genannten Entzugssymptome und den Drang zum Rauchen mildern.
Darüber hinaus kann das Medikament bei Personen, die bestimmte Nikotinersatzpräparate nicht verwenden können, eingesetzt werden: z.B. bei Entwöhnungswilligen, die wegen einer Zahnprothese keine Nikotinkaugummis, wegen einer Hauterkrankung kein Nikotinpflaster, wegen eines chronischen Schnupfens kein Nikotinnasenspray oder wegen Allergien keines der genannten Produkte verwenden können. Desweiteren gibt es Personen, die aus emotionalen Gründen einfach keine Nikotinersatzstoffe benutzen möchten, aber unter Entzugssymptomen leiden. Für diese Fälle ist Zyban® eine Alternative. Inzwischen liegen auch wissenschaftliche Erkenntnisse vor, die belegen, dass die Einnahme von Zyban auch einer möglichen Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp vorbeugen kann. Dies gilt aber nur für die Dauer der Einnahme von Zyban®.
Eines darf bei derartig guten Ergebnissen jedoch nicht vergessen werden: Erst die ausreichende Motivation und der feste Wille, sowie eine begleitende Unterstützung zum Aufbau alternativer Verhaltensweisen machen einen langfristigen Erfolg möglich. Zyban® ist keine Wunderpille, sondern nur ein mögliches zusätzliches (medikamentöses) Hilfsmittel auf dem Weg in ein rauchfreies Leben.
Ob die Einnahme von Zyban® für Sie in Frage kommt, muß in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden, da Kontraindikationen auszuschließen sind und auch über mögliche Nebenwirkungen gesprochen werden sollte.

Welche Erfahrungen gibt es denn mit Hypnose als Möglichkeit mit dem Rauchen aufzuhören? Ist das auch effektiv?

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, die belegen können, dass diejenigen, die sich, um rauchfrei zu werden, einer Hypnosebehandlung unterzogen haben, erfolgreicher waren als andere.
In der Öffentlichkeit herrscht häufig ein Bild über Hypnose vor, dass sich an Berichten über die Bühnen- oder Showhypnose, wie man sie aus dem Zirkus oder dem Fernsehen kennt, orientiert. Dies hat aber mit therapeutisch eingesetzter Hypnose kaum etwas zu tun. Auch im Zustand der Hypnose geschieht nichts gegen Ihren Willen. Eine gute Hypnose ist am besten vergleichbar mit einem entspannten Tagtraum, wie ihn die meisten von uns kennen - ein Moment in dem wir wie in Trance die momentane Umgebung weitgehend außer Acht lassen und in unserer Phantasie ganz wo anders sein können. In diesem Sinne kann eine Behandlung mit Hypnose helfen, Ihre Motivation, mit dem Rauchen aufhören zu wollen, zu stärken.
Im entspannten Zustand der Hypnose können positive und hilfreiche Gedanken zum Rauchstopp entwickelt werden und Ihre Zuversicht, Versuchungssituationen meistern zu können, gestärkt werden. Beispielsweise ist es möglich, sich mit allen Sinnen sehr erlebnisnah vorzustellen, wie angenehm es ist, rauchfrei zu sein: freier die reine Luft zu atmen, mehr Energie zu spüren und wieder fitter zu sein. Diese tiefe Entspannung bietet im Rahmen der Tabakentwöhnung damit die Chance - zusätzlich zu unserem Verstand - auch unsere Phantasie und Intuition zu nutzen.
Gerade wenn Sie auch in anderen Zusammenhängen schon positive Erfahrungen mit Hypnose gemacht haben, kann dies eine zusätzliche Unterstützung auf ihrem Weg in ein rauchfreies Leben sein. Sie sollten dabei lediglich darauf achten, dass die Hypnose von einem erfahrenen Arzt oder Psychologen ausgeübt wird, der entsprechende Zusatzausbildungen nachweisen kann.
Professionell durchgeführte Hypnose stellt in der Regel auch nicht die alleinige Therapie dar, sondern ein Hilfsmittel im Rahmen einer anderen Therapiemethode. So ist sie auch im Rahmen der Tabakentwöhnung als Ergänzung zur Verhaltenstherapie zu verstehen.

Was kann ich tun, um Entzugserscheinungen zu vermeiden, wenn ich aufhöre zu rauchen?

Nicht alle Raucher leiden unter körperlichen Entzugserscheinungen, wenn Sie versuchen, sich das Rauchen abzugewöhnen. Wie wahrscheinlich es ist, dass Sie nach dem Rauchstopp an Entzugserscheinungen leiden werden, kann mit Hilfe eines speziellen Fragebogens im Vorfeld ermittelt werden. Je höher der Grad der Nikotinabhängigkeit ist - nicht alle Raucher sind in gleichem Maße abhängig vom Nikotin, das im Tabak enthalten ist - desto wahrscheinlicher ist es auch, dass sich bei Ihnen nach dem Rauchstopp körperliche Entzugserscheinungen bemerkbar machen. Diese können ganz unterschiedlicher Art sein und können das Wohlbefinden mehr oder weniger beeinträchtigen. Am häufigsten berichten Raucher von Unruhe, Nervosität, Gereiztheit, Ärger, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, niedergeschlagener Stimmung, Kopfschmerzen, Hungergefühlen, Verdauungsstörungen, insbesondere Verstopfung, und nicht zuletzt einem zunehmenden Drang, rauchen zu wollen, um damit die Entzugssymptome zu beseitigen.
Diese Entzugssymptome gehen nach einiger Zeit zwar wieder vorüber (der Körper benötigt ca. 2-3 Wochen bis er sich wieder vom Nikotin entwöhnt hat), sie werden aber von manchen Rauchern als so quälend empfunden, dass es Ihnen das Aufhören sehr schwierig macht. Eine wesentliche Erleichterung kann hier die Verwendung von sogenannten Nikotinersatzpräparaten (Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi, Nikotinnasenspray oder Nikotininhaler) oder die Einnahme des Medikaments Zyban® bringen.
Sollten Sie sich entschlossen haben, auch ohne medikamentöse Unterstützung rauchfrei zu werden, so empfiehlt es sich in der ersten Zeit nach dem Rauchstopp möglichst viel zu trinken (möglichst 2-3 Liter Flüssigkeit in Form von Wasser, Tee, Fruchtsaftschorlen usw.), um damit die letzten Nikotinreste schneller aus dem Körper auszuspülen. Hilfreich ist es auch, in der ersten Zeit der Entwöhnung möglichst wenig Leerlauf und Langeweile aufkommen zu lassen, sich von den Gedanken an das Rauchen abzulenken und viele Dinge zu unternehmen, die Ihnen Spass machen. So beugen Sie am besten der Gefahr vor, in eine "Stimmungstief" zu fallen.

Man hört ja immer wieder, dass es zu erheblichen Gewichtszunahmen kommt, wenn jemand das Rauchen aufhört. Woran liegt das und gibt es Möglichkeiten wie man das verhindern kann?

Viele Menschen nehmen 2-3 Kilogramm zu, wenn Sie aufhören zu rauchen, nicht mehr essen als vorher und auch ihre Bewegungsgewohnheiten nicht verändern. Das im Tabak enthaltene Nikotin bewirkt unter anderem eine Zunahme von Herzfrequenz, Blutdruck und Darmbewegungen und damit einen erhöhten Energieverbrauch. Daher verbraucht ein Raucher auch mehr Energie als ein Nichtraucher. Zusätzlich dämpft das Nikotin auch das Hungergefühl. Wer aufhört zu rauchen, normalisiert wieder seinen Stoffwechsel und berichtet häufig auch über eine Steigerung des Appetits, die auf den Wegfall der hungerdämpfenden Wirkung des Nikotins und eine rasch eintretende Verbesserung des Geschmacksempfindens zurückzuführen ist. Gewichtszunahmen von mehr als 3 Kilogramm nach dem Rauchstopp sind aber nicht mehr auf Stoffwechselnormalisierungen zurückzuführen, sondern im Regelfall darauf, dass die Zigaretten mit Nahrung ersetzt werden. So wird häufig berichtet, dass nach dem Rauchstopp gerade der Appetit auf Süßes besonders steigt.
Für viele Frauen und insbesondere für besonders schlanke Frauen stellt das Rauchen eine Möglichkeit dar, das Körpergewicht zu kontrollieren. Gerade diese Frauen können eine Gewichtszunahme nach dem Rauchstopp häufig nicht akzeptieren und fangen lieber wieder an zu rauchen als ein paar Pfund zuzunehmen.An dieser Stelle ist es sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass durchaus nicht alle Menschen zunehmen, wenn sie aufhören zu rauchen. Einige nehmen sogar an Gewicht ab. Von einer Gewichtszunahme sind im Regelfall besonders diejenigen betroffen, die bereits bei früheren Entwöhnungsversuchen zugenommen haben, die bereits übergewichtig sind oder zu großen Gewichtsschwankungen neigen.
Rauchen ist nun aber die schädlichste Methode, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden! Und es gibt zum Glück gesündere Maßnahmen zur Gewichtskontrolle.Da der angehende Nichtraucher in der Regel neben dem Ritual des Rauchens vor allem auch die Betätigung der "Mundwerkzeuge" vermisst, sollte nach einem Ersatz Ausschau gehalten werden, der nicht sofort ein Gewichtsproblem nach sich zieht. Zuckerfreie Bonbons, Kaugummis, sowie Obst und rohes Gemüse können hier Alternativen sein. Wer außerdem versucht, körperlich aktiver zu werden, sollte eigentlich keine Probleme mit einer Gewichtszunahme bekommen. Dabei muß nicht immer gleich an schweißtreibende Sportarten gedacht werden, häufig reicht es schon aus, das Auto mal stehen zu lassen und zu Fuß zu gehen oder anstatt des Aufzugs die Treppe zu nutzen.
Auch eine zusätzliche medikamentöse Unterstützung in der ersten Phase der Entwöhnung kann helfen, Gewichtszunahmen zu verhindern. Hier haben sich nach wissenschaftlichen Erkenntnissen insbesondere Nikotinkaugummis sowie das Medikament Zyban® bewährt. Die Wirkung hält allerdings nur solange an, wie die Präparate verwendet werden.
Was Sie auf jeden Fall vermeiden sollten, ist sich vorzunehmen, gleichzeitig das Rauchen aufzuhören und abzunehmen. Erfahrungsgemäß ist jedes der beiden Dinge für sich schon schwierig genug. Gehen Sie die Dinge daher lieber eins nach dem anderen an. Versuchen Sie in der ersten Zeit der Entwöhnung eine geringfügige Gewichtszunahme nicht überzubewerten und gehen Sie eine Gewichtsreduktion besser erst dann an, wenn Sie schon etwas geübter darin sind, nicht mehr zu rauchen.